Home
Über uns
Medizin
Komfort
Tarife
Kontakt
Impressum

Fachrichtungen | Vorbeugung | Sportmedizin

Brustvergrößerung mit Implantaten

[Zurück zum Zentrum für plastisch-rekonstruktive Chirurgie]

Aus zahlreichen Medienberichten ist zu entnehmen, dass die Implantation von Silikonprothesen zur Brustvergrößerung heute einen der häufigsten Eingriffe in der Plastischen Chirurgie darstellt. Moderne Implantate seien unbedenklich, der Eingriff sei standardisiert und als Routinemaßnahme entsprechend risikoarm. Tatsächlich ist diese Operation heute keine Außenseitermethode mehr und in der Hand erfahrener und qualifizierter Ärzte dürfen sich Patientinnen auch entsprechend sicher fühlen. Dennoch sollte jede Frau einige grundsätzliche Informationen kennen, bevor sie sich zu einem derartigen Eingriff entschließt.

Vor der eigentlichen Operation muss der Plastische Chirurg zunächst seine Patientin, ihre Vorstellungen und Wünsche, aber auch ihre ganze Persönlichkeit sehr sorgsam kennen lernen. Wenn als Behandlungsziel beispielsweise eine unnatürlich wirkende Körperform angestrebt würde, muss dieser Wunsch besonders sorgfältig abgewogen werden. Nicht selten wird der Arzt dann eine derartige Operation ablehnen und eher zu anderen therapeutischen Wegen raten.

Operationsprinzip

Brustimplantate werden so in den Körper eingebracht, dass eine möglichst natürliche und ästhetisch ansprechende Form entsteht. Weil Narben grundsätzlich als störend empfunden werden, versucht ein Plastischer Chirurg stets, möglichst unauffällige „Spuren“ zu hinterlassen. Am besten gelingt dies, wenn man die Brustimplantate von der Achselhöhle aus einbringt. Allerdings ist dies nicht der kürzeste Weg, die inneren Operationswunden sind also vergleichsweise groß und das Komplikationsrisiko ist erhöht. Damit ist vor allem die Gefahr einer unbemerkten inneren Blutung gemeint. Weil man prinzipiell eine vollkommen blutarme Umgebung für ein Brustimplantat wünscht, wählen die meisten Plastischen Chirurgen daher den Weg über die Unterbrustfalte. Von hier aus hat der Operateur eine sehr gute Übersicht über das Operationsgebiet und er kann mit höherer Sicherheit dafür sorgen, dass keinerlei Blutungskomplikationen auftreten. Die dritte Zugangsmöglichkeit zur Platzierung von Implantaten ist die Schnittführung im Bereich der Brustwarze. Meistens wird dieser Weg allerdings nur dann gewählt, wenn an der Brustwarze ohnehin operiert werden muss, z.B. wenn gleichzeitig noch eine Straffungsoperation erforderlich ist.

Ergebnis

Nach einer Brustvergrößerungsoperation werden diejenigen Frauen besonders zufrieden sein, die eine möglichst natürlich wirkende körperliche Erscheinung angestrebt haben. Dies sind Frauen mit einer besonders klein entwickelten Brust, vor allem aber junge Mütter, deren körperliche Erscheinung sich unvorteilhaft durch Schwangerschaft und nachfolgende Stillperiode verändert hat. Die danach häufig eintretende Rückbildung des Brustdrüsengewebes bewirkt eine Erschlaffung der Brust, die insgesamt klein und nach unten abgesenkt erscheint. Diese typischen Formveränderungen sind bei schlanken Frauen besonders augenfällig, so dass sich gerade auch sportliche und körperbewusste Frauen, deren Körpergewebe ohnehin nur einen geringen Fettanteil hat, für eine Brustkorrektur interessieren. Häufig werden dann Kombinationseingriffe vorgenommen, bei denen neben einer Prothesenimplantation zusätzlich noch Hautstraffungen und Neupositionierungen der Brustwarzen erfolgen. Für diese Frauen kann eine solche Behandlung eine wichtige Maßnahme zur Förderung der seelischen Gesundheit darstellen.

Klinikaufenthalt

In unserem Hause führen wir die Operation im Rahmen eines kurzen stationären Aufenthaltes durch. Unsere Patientinnen erhalten eine schonende Allgemeinnarkose und können sich darauf verlassen, dass sämtliche Einrichtungen eines Höchstleistungskrankenhauses zur Verfügung stehen.

Vorbereitung

Wenn Sie an eine formverändernde Brustoperation denken, sollten Sie sich zunächst vertrauensvoll mit Ihrem Gynäkologen beraten. Er wird Ihnen erste wichtige Informationen geben, die für Ihre individuelle Situation wichtig sein könnten. Oft wird beispielsweise zunächst einmal eine Krebsvorsorgeuntersuchung durchgeführt. Außerdem kann Ihr Gynäkologe Ihnen meist einen Arzt in Ihrer Region nennen, der für die entsprechende Operationsmethode besonders qualifiziert ist.

Ihr Plastischer Chirurg wird sich für Ihre allgemeine Vorgeschichte interessieren, vor allem aber nach Vorerkrankungen der Brust fragen. Er wird Ihnen sehr dankbar sein, wenn Sie diesbezügliche Untersuchungsbefunde, am besten auch aktuelle Röntgenbilder u.ä., mitbringen. Eine genaue Behandlungsplanung richtet sich nach dem Ergebnis der körperlichen Untersuchung. Brustimplantate werden in sehr großer Formenvielfalt angeboten: man kann bei der Auswahl berücksichtigen, ob die Patientin sehr groß oder sehr klein gewachsen ist, ob ihr Brustkorb sehr breit oder eher schmal ist, und auch die Dicke des Implantates bezogen auf seine Grundfläche („Projektion“) kann sehr individuell geplant werden. Eine möglichst genaue Absprache zwischen Patientin und Arzt ist von größter Wichtigkeit, damit am Ende keine Enttäuschungen stehen.

Die Operation

Brustimplantate sind für die meisten vergrößernden Korrekturoperationen der Brust ausreichend. In einigen Fällen wird dieser Eingriff mit einer straffenden Brustoperation kombiniert. Bei angeborenen Fehlbildungen können wachstumsbedingte Veränderungen zu späteren Korrekturen zwingen. Bei ungleich entwickelten Brüsten wird eine vollkommene Symmetrie häufig nicht erreichbar sein. In seltenen Fällen besteht ein einseitiger Kleinwuchs der Brust neben einer Unterentwicklung auch anderer Gewebe wie z.B. der Brustwand und ihrer Muskulatur. Dann werden aufwendigere Operationen unter Verwendung von Eigengewebe angeraten. Auch die Wiederherstellung einer durch eine Krebsoperation verlorenen Brust hat auf Dauer die besten Ergebnisse, wenn hierfür körpereigenes Gewebe und nicht nur ein Brustimplantat verwendet wurde. Dies gilt insbesondere immer dann, wenn im Anschluss an eine Krebsoperation noch eine Strahlenbehandlung im Bereich der Brust erfolgt ist.

Nach der Operation

Um einen möglichst exakten Sitz der Implantate zu gewährleisten, sollte nach der Operation für insgesamt 12 Wochen ein medizinischer BH getragen werden. Wir empfehlen, diesen BH in den ersten 6 Wochen auch nachts zu tragen, danach nur noch tagsüber.

Risiken

Vor rund zehn Jahren herrschte große Unsicherheit über die Frage, ob Brustimplantate, die Silikongel enthalten, zu einem erhöhten Krankheitsrisiko beitragen. Es wurde behauptet, dass Frauen mit solchen Implantaten häufiger an Rheuma und anderen Autoimmunerkrankungen leiden, sogar das Brustkrebsrisiko sei angeblich erhöht. Diese Behauptungen konnten in großen wissenschaftlichen Studien nicht bewiesen werden. Daher hat man mittlerweile die silikongelfreien Kochsalzimplantate, welche zwischenzeitlich aus Sorge um die Nebenwirkungen des Silikons hauptsächlich verwendet wurden, auch weitgehend wieder verlassen. Derartige Implantate haben zwar das geringste Sicherheitsrisiko, kommen aber für ein ansprechendes ästhetisches Ergebnis nur für wenige Frauen in Frage.

Moderne Brustimplantate enthalten ein neuartiges, kohäsives Gel. Dieses Material ist etwas fester als früher verwendete Füllstoffe. Die Gefahr, dass dieses Gel in den Körper gelangen könnte, wenn das Hüllgewebe einmal durchlässig werden sollte, ist daher geringer. Außerdem erlaubt die festere Beschaffenheit eine Formgebung, die eine natürliche Erscheinung besser nachahmen kann („Tropfenform“).

Auch wenn manche Hersteller andere Informationen verbreiten: vorsichtige Plastische Chirurgen weisen ihre Patientinnen darauf hin, dass auch moderne Brustimplantate vermutlich keine unbegrenzte Haltbarkeit besitzen. Auch bei diesen Implantaten sollten regelmäßige Überprüfungen erfolgen, um Undichtigkeiten rechtzeitig zu erkennen. Ein Höchstmaß an Sicherheit erreicht man, wenn nach etwa 10 Jahren ein Implantatwechsel eingeplant wird. In jedem Falle sollten Patientinnen darauf bestehen, dass Produkte einer der weltweit führenden Hersteller verwendet werden, da andernfalls Qualitätsmängel befürchtet werden müssen.

Komplikationen

In der Vergangenheit besonders gefürchtet, stellt die sogenannte Kapselfibrose heute glücklicherweise nicht mehr ein so großes Problem dar. Aber weiterhin gilt, dass jeder Fremdkörper, also auch ein Brustimplantat der neueren Generation, vom menschlichen Körper mit einer bindegewebigen Kapsel umgeben wird. Diese Kapsel kann verhärten und schrumpfen, zu Schmerzen und Formveränderungen führen und letztlich dazu zwingen, ein Brustimplantat vorzeitig wieder entfernen zu müssen. Die Oberfläche der heutigen Implantate ist sehr stark aufgeraut („texturiert“). Neben der Wahl des Oberflächenmaterials hat vor allem diese Eigenschaft moderner Implantate dazu geführt, dass die Rate der Kapselfibrosen heute deutlich geringer ist. Ein dritter und ebenso wichtiger Grund ist, dass die Implantate heute nach Möglichkeit nicht mehr unmittelbar unter die Brustdrüse, sondern zwischen der Brustwand und der darüberliegenden Muskulatur platziert werden, also „eine Etage tiefer“.

Nachbehandlung

Schon wenige Tage nach der Operation ist Ihr normales Befinden weitgehend wiederhergestellt. Voll arbeitsfähig sind Sie nach etwa drei bis vier Wochen. Abhängig von der verwendeten Naht- und Verbandtechnik können Sie nach wenigen Tagen wieder wie gewohnt duschen und mit der Hautpflege beginnen. Kontrolluntersuchungen führen wir anfangs täglich, später in größeren Intervallen durch, nach 6 Wochen im Abstand von 3,6 und 12 Monaten. Anschließend sind jährliche Kontrollen sinnvoll.

Was ist nach dem Eingriff zu beachten?

Raucher haben ein deutlich erhöhtes Operationsrisiko. Während der ersten Wochen sollten Sie ihre Oberarme nur sehr behutsam bewegen und vor allem schnelles Dehnen und Strecken sowie jede Überbeanspruchung vermeiden. Treten Rötungen, Schmerzen oder Wundnässe auf, sollten Sie jedoch Ihren Hausarzt oder Operateur informieren.

An wen kann ich mich wenden?

Sie erreichen das Zentrum für plastisch-rekonstruktive und ästhetische Chirurgie rund um die Uhr unter 0911-398-7220 oder per E-Mail: aesthetik@medizinplus.com

In einem ersten Gespräch ermitteln wir Ihre Wünsche und berücksichtigen Ihre individuelle Situation. Erst dann ist eine konkrete Planung möglich. Für ein ausführliches Beratungs-Gespräch erheben wir einen Unkosten-Beitrag von 50 Euro.

Nur bei schwerwiegenden angeborenen Fehlbildungen kann erwartet werden, dass die Krankenkasse die Behandlungskosten übernimmt. Die große Mehrzahl der Patientinnen wird die Behandlungskosten selbst tragen müssen. Am Klinikum Nürnberg werden in diesen Fällen gesonderte Behandlungsverträge abgeschlossen, die sämtliche Teilbereiche der Behandlung pauschal abdecken.

[Druckversion]   
 
[Seitenanfang]