Hautstraffung (Dermolipektomie)
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Nach erfolgreicher Gewichtsreduktion verbleiben häufig überschüssige
Gewebe an Bauch, Oberschenkeln oder Oberarmen und die Form
der weiblichen Brust verändert sich unvorteilhaft. Die
Haut hat ihre Elastizität verloren und kann sich nicht
mehr zurückbilden. Solche Figurprobleme lassen sich durch
Sport, Massagen oder Fettabsaugung nicht beseitigen. Mit plastisch-chirurgischen
Methoden können überschüssige Haut und Fettgewebe
entfernt und die Brustform wieder korrigiert werden.
Operationsprinzip
Erschlafftes und daher überflüssiges Haut- und
Fettgewebe wird nach sorgfältiger Planung durch chirurgische
Schnitte entfernt. Diese Inzisionen werden dabei so gelegt,
dass die späteren Narben möglichst unauffällig
bleiben. Eine Fettabsaugung kann in solchen Fällen nicht
mehr helfen und kommt lediglich zur Formung angrenzender Bereiche
in Betracht.
Eine Brustkorrektur erreicht eine Formverbesserung durch
Verlagerung von vorhandenem, abgesunkenem Gewebe in das Brustzentrum,
Straffung der bedeckenden Haut und Anhebung der Brustwarze.
In einigen Fällen ist eine Kombination mit Brustprothesen
(z.B. Silikonimplantat) vorteilhaft.
Ergebnis
Die Dermolipektomie, also die operative Entfernung überschießender
Haut und des Unterhautfettgewebes, hat zwar häufig lange
Narben zur Folge, aber nur sie erlaubt die Beseitigung großer
Fettschürzen und Hautfalten. Ebenso wie nach einer erfolgreichen
Brustformung wirkt die körperliche Erscheinung nach einer
Dermolipektomie wieder harmonisch, sportliche Aktivitäten
sind wieder möglich, das subjektive Wohlbefinden wird
deutlich gesteigert.
Klinikaufenthalt
Die Behandlung kann nur ausnahmsweise ambulant erfolgen.
Je nach Ausmaß der erforderlichen Operation sollten 3
bis 10 Tage Aufenthalt in unserer Klinik eingeplant werden.
Nicht immer wird Ihre Krankenkasse die Kosten der Behandlung
tragen. Es ist heute üblich, dass diese Frage vor Behandlungsbeginn
geprüft wird. Dazu wird häufig eine Begutachtung
durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) durchgeführt.
Gern unterstützen wir Sie hierbei mit entsprechenden Attesten.
Vorbereitung
Der Eingriff erfordert Ihrerseits keine besonderen Vorbereitungen.
Sie sollten lediglich zehn Tage vor der Operation keine Schmerzmittel
einnehmen, die Acetylsalicylsäure enthalten (z.B. Aspirin).
Gleiches gilt für Medikamente, die die Blutgerinnung verzögern,
da es dadurch zu einer Nachblutung und in der Folge zu Wundheilungsstörungen
kommen kann. Wir raten erst zur Operation, wenn die Gewichtsreduktion
abgeschlossen ist und das erreichte Gewicht mindestens sechs
Monate lang gehalten werden konnte. Natürlich wird das
Operationsergebnis umso besser sein, je näher Sie Ihrem
Idealgewicht gekommen sind. Wenn in den Hautfalten Entzündungen
bestehen, sollte vor einer Operation ein Hautarzt konsultiert
werden.
Die
Operation
Am Tag vor der Operation werden die zu entfernenden Hautanteile
genau untersucht, und die Schnittführung mit einem Markierungsstift
exakt festgelegt. Die Formgebung der Brust richtet sich in
besonderer Weise nach Ihren Vorstellungen. Der Eingriff erfolgt
in unserem Zentral-OP, also unter Nutzung aller Einrichtungen,
Geräte und des Fachpersonals unseres Großklinikums.
Nachdem die Narkose eingeleitet worden ist, wird die Haut im
Operationsgebiet mehrfach desinfiziert und dann mit sterilen
Tüchern abgedeckt. Überschüssige Haut mit dem
dazugehörigen Fettgewebe wird entfernt, ergänzend
kann in angrenzenden Bereichen eine Fettabsaugung (Liposuktion)
erfolgen. Beim abschließenden Vernähen der Wunde,
wofür überwiegend resorbierbares Nahtmaterial verwendet
werden kann, wird die verbliebene Haut gestrafft. Blutergüsse
oder Wundsekrete können immer entstehen. Daher müssen
Drainageschläuche in einem geschlossenen Unterdrucksystem
einige Tage lang innerhalb der Wunden verbleiben. Verbände
werden noch in der Narkose angelegt. Dabei versuchen wir, möglichst
schon zu diesem Zeitpunkt individuell angepasste Kompressionsmieder
oder auch BHs zu verwenden.
Eine Bauchstraffung besteht aus der Entfernung
der Haut des Unterbauches, also zwischen Nabel und Schamhügel,
und einer Mobilisation der Haut des Oberbauches. Erst dadurch
kann abschließend die Wunde wieder verschlossen werden,
wobei der Nabel in die nach unten aufgespannte Haut neu eingenäht
werden muss. Die Narbe ähnelt der Narbe nach einem Kaiserschnitt
und kann ebenso gut kaschiert werden.
Eine Straffung der Oberschenkel kann manchmal
schon durch eine Hautstraffung zwischen Leiste und Sitzbein
ausreichend sein. Häufiger allerdings ist zusätzlich
eine lange Schnittführung an der Innenseite, bis zum Knie,
erforderlich.
An den Oberarmen legen wir die Schnittführung
auf die Innenseite zwischen Achselhöhle und Ellenbogen,
damit die späteren Narben gut verdeckt werden können.
Natürlich müssen in Einzelfällen auch an ganz
anderen Körperpartien überschüssige Gewebeanteile
entfernt werden. Dann werden die jeweiligen Schnittführung
mit Ihnen individuell besprochen werden.
Nach
der Operation
Nach der Operation werden Sie durch unser ärztliches
und Pflegepersonal kompetent und einfühlsam betreut. Schmerzmittel
können durchaus erforderlich werden und sollten auch in
Anspruch genommen werden. So erlangen Sie die für einen
guten Heilverlauf erforderliche Ruhe und Entspannung. Zur Vorbeugung
gegen die Bildung von Blutgerinnseln und Embolien erhalten
Sie Antithrombosestrümpfe und vorbeugende Medikamente.
Nach etwa 14 Tagen ist die Wunde oberflächlich abgeheilt,
aber erst nach mehreren Wochen wird auch die innerliche Heilung
abgeschlossen sein. Daher sollten komprimierende und stützende
Verbände mindestens für sechs Wochen getragen werden.
Risiken
Vor Behandlungsbeginn werden wir Sie genau über ihren
Gesundheitszustand befragen. Besonders nach Erkrankungen der
Blutgefäße, oder auch Thrombosen und Embolien, müssen
besondere Vorsichtsmaßregeln schon mit Ihrem Hausarzt
besprochen werden. Auch andere Erkrankungen und die regelmäßige
Einnahme von Medikamenten müssen wir beachten. Auch sollten
Sie nicht versäumen, uns über Ihre Allergien gegen
Medikamente, Pflaster oder Salben zu unterrichten. Vor der
Operation werden wir Ihr Blut im Labor untersuchen lassen,
das Herz im EKG prüfen und die Lungenfunktion messen.
Eine Röntgenaufnahme von Herz und Lunge ist nicht in jedem
Fall erforderlich.
Komplikationen
Die hier beschriebenen Operationen schaffen zum Teil beträchtliche
Wundflächen. Eine Heilungsstörung kann durch Blutergüsse
oder Sekretansammlungen begünstigt werden, auch Bakterien
kommen dafür in Frage. Weil die verbleibenden Hautanteile
beträchtlich gestrafft werden müssen, kann die Gefühlsempfindung
in diesem Bereich durchaus erst nach langer Zeit wiederkehren
und unmittelbar im Bereich der Narbe auch dauerhaft gemindert
bleiben. Größere Blutverluste sind sehr selten,
Blutübertragungen können daher fast immer vermieden
werden. Thrombosen und Embolien werden begünstigt durch
langes Liegen und sind besonders unter der Einnahme von Kontrazeptiva
vermehrt. Auch das Rauchen fördert solche Komplikationen.
Kosmetisch störende Narben können durch die besonderen
Techniken der Plastischen Chirurgie meist vermieden werden.
Sollten sie sich dennoch einstellen, können sie später
in örtlicher Betäubung korrigiert werden.
Nachbehandlung
Wir verwenden nur modernste und besonders gut verträgliche
Hautfäden und bevorzugen resorbierbares Material, das
sich selbst auflösen kann. Andere Fäden entfernen
wir nach ca. zwei Wochen. Neben der konsequenten Verwendung
komprimierender Verbände, Stützstrumpfhosen, medizinischer
BHs oder Bodies empfehlen wir eine regelmäßige Hautpflege.
Durch moderne Silikonpräparate können die Narben
sehr vorteilhaft beeinflusst werden.
Was
ist nach dem Eingriff zu beachten?
Zwar können Sie je nach Art Ihrer beruflichen Beanspruchung
zumeist bereits nach drei Wochen wieder arbeitsfähig sein,
doch sollten Sie zu Ihrer eigenen Sicherheit einen ausreichend
langen Zeitraum nach der Operation einplanen, in dem Sie starke
körperliche Beanspruchungen in Beruf oder Freizeit meiden.
Besonderes plötzlich wirkende, brüske und ruckartige
Zugbeanspruchung im Bereich der Nahtlinien ist nachteilig.
Nach langsamer Steigerung der Belastung können Sie sportliche
Aktivitäten nach spätestens 10 bis 12 Wochen wieder
aufnehmen.
An wen
kann ich mich wenden?
Sie erreichen unser Zentrum für plastisch-rekonstruktive
und ästhetische Chirurgie rund um die Uhr unter 0911-398-7220 oder
per E-Mail: aesthetik@medizinplus.com.
In einem ersten Gespräch ermitteln wir Ihre Wünsche
und berücksichtigen Ihre individuelle Situation. Erst
dann ist eine konkrete Planung möglich. Für ein ausführliches
Beratungsgespräch erheben wir einen Unkosten-Beitrag von
50 Euro.