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Lidstraffung (Lidplastik)

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Augenfältchen, Tränensäcke und erschlaffte Augenlider sind – je nach familiärer Veranlagung - mehr oder weniger stark ausgeprägt und können im Extremfall sogar krankhafte Gesichtsfeldeinschränkungen zur Folge haben. Eine Lidplastik erfolgt jedoch in den meisten Fällen aus ästhetischen Gründen.

Operationsprinzip

Bei einer Lidplastik wird die überschüssige Haut an Ober- und Unterlidern exakt vermessen und anschließend mit dem Skalpell entfernt. Das Ausmaß der Korrektur hängt dabei stark von dem individuellen Zustand Ihrer Lider ab. Durch die exakte Vermessung der Haut an den Lidern kann ein gleichmäßiges und symmetrisches Ergebnis erzielt werden. Die aus Fettgewebe bestehenden sogenannten Tränensäcke lassen sich häufig schonend entfernen. In ausgeprägten Fällen sollten Ober- und Unterlid nicht gleichzeitig operiert werden.

Ergebnis

Nach der Operation sind die Unterlider im Ruhezustand häufig geglättet, allerdings treten natürlich beim Lächeln neue Falten auf. Von der Operation bleibt eine feine, dünne Linie zurück, die sich an den natürlichen Lidfalten orientiert. Die Oberlider sind nach dem Eingriff deutlich glatter, der Blick wird damit offener.

Klinikaufenthalt

Eine Lidstraffung kann zwar ambulant durchgeführt werden, mitunter ist jedoch ein Tag stationärer Aufenthalt nach der Operation ratsam. Eine Beruhigungsspritze nimmt Ihnen dabei Nervosität und Aufregung und sorgt dafür, dass Sie den Eingriff in einer Art Halbschlaf erleben. Zudem werden die Lider mit einer winzigen Kanüle, deren Einstich Sie kaum spüren werden, örtlich betäubt. Sie können allerdings auch in Vollnarkose operiert werden, wenn Sie dies vorziehen. In diesem Fall werden am Vortag Ihres Termins die notwendigen Untersuchungen für eine Vollnarkose durchgeführt und mit dem Anästhesisten besprochen.

Vorbereitung

Vor der Operation muss in jedem Fall ein augenärztlicher Untersuchungsbefund vorliegen, und es wäre hilfreich, wenn dieser bereits beim ersten Beratungsgespäch mitgebracht wird. In den letzten beiden Wochen vor der Operation sollten Sie keine Schmerzmittel, wie z. B. Aspirin, einnehmen, da diese die Blutgerinnung verzögern. Auch auf Alkohol und Schlafmittel sollten Sie weitgehend verzichten. Besorgen sie sich für die Zeit nach dem Eingriff einen kleinen Vorrat an Kompressen sowie zwei bis drei weiche Kühlelemente. Auch eine Migränemaske leistet hier gute Dienste. Weitere Vorbereitungen sind nicht erforderlich. Für den Eingriff sollten Sie ungeschminkt und ausgeruht sein und eine dunkle Sonnenbrille mitbringen.

Die Operation

Vor dem operativen Eingriff entscheidet der behandelnde Arzt über die optimale Schnittführung. Hierzu zeichnet er mit einem Stift eine exakte Skizze auf die Haut. Während des Eingriffs wird dann die überschüssige Haut entfernt. Die Wunde wird abschließend mit fortlaufenden, extrem dünnen Fäden, die in der Haut versenkt werden und äußerlich nicht sichtbar sind (intrakutan) verschlossen.

Nach der Operation

Direkt nach der Operation wird es zu mehr oder weniger starken Schwellungen Ihrer Augenlider kommen, die jedoch nach ein bis zwei Tagen wieder abklingen. Zudem treten rund um die Augen Blutergüsse auf, die sich in den Unterlidern absetzen und normalerweise innerhalb einer Woche verschwinden. Da sich die Naht genau in den bei geöffneten Augen entstehenden Lidfalten befindet, ist sie in der Regel bereits nach acht Tagen kaum mehr sichtbar. Im Fall, dass der Schnitt jedoch über die äußere Begrenzung der Augenhöhle geführt werden musste, können diese zusätzlichen ein bis zwei Zentimeter langen Narben noch einige Wochen lang gerötet sein. Ihre Lidspalte kann Ihnen zudem anfänglich etwas kleiner erscheinen, was jedoch vor allem von den Schwellungen herrührt. Nach einigen Wochen bildet sich dies aber vollständig zurück.

Risiken

Sie sollten nicht versäumen, uns über Ihre Allergien gegen Medikamente, Pflaster oder Salben zu unterrichten. Wenn Sie zu auffälligen blauen Flecken neigen, bzw. bei sich bereits anhaltende Blutungen nach Bagatellverletzungen beobachtet haben, sollte vor der Operation unbedingt die Möglichkeit einer Gerinnungsstörung ausgeschlossen werden. Im Zweifel fragen Sie bitte Ihren Hausarzt.

Komplikationen

Nachblutungen können ein bis zwei Tage nach der Operation auftreten, sind jedoch äußerst selten. Nach einer Unterlidstraffung kann es (je nach Ausdehnung des Blutergusses und der individuellen Narbenbildung) vorübergehend zu einem leichten Abstehen des Unterlids und zu einem vermehrten Tränenträufeln kommen. Dieses Risiko besteht vor allem bei älteren Patienten und bei Zweiteingriffen. Sollten sich derartige Erscheinungen nicht innerhalb von sechs Wochen zurückbilden, kann ein weiterer kleiner Eingriff erforderlich sein. Bei Patienten, die eine Veranlagung zu überschießender Narbenbildung haben, können die Schnittlinien eventuell für mehrere Wochen etwas derb und gerötet sein. In diesem Fall berät Ihr behandelnder Arzt Sie gerne über eine geeignete Nachbehandlung. Nach der Operation ist es normal, wenn Sie etwas trockene Augen haben. Sollten Ihre Augen aber stärker gereizt oder gerötet sein, so konsultieren Sie bitte zur Sicherheit Ihren Augenarzt.

Nachbehandlung

Während der ersten ein bis zwei Tage nach dem Eingriff sollten Sie Ihre Augen mit feuchten Kompressen oder geeigneten Kühlelementen behandeln, damit die Schwellungen schneller abklingen. Etwaige Blutreste entlang der Naht können Sie vorsichtig mit feuchten Pads entfernen. Die Intrakutanfäden können meist am fünften Tag nach der Operation in der Klinik gezogen werden.

Was ist nach dem Eingriff zu beachten?

In der ersten Woche nach der Operation sollten Sie Ihre Augenlider nicht mit Cremes, Salben oder Make-up belasten. Verfärbungen durch etwaige Blutergüsse lassen sich hinter einer dunklen Sonnenbrille gut verstecken.

An wen kann ich mich wenden?

Sie erreichen das Zentrum für plastisch-rekonstruktive und ästhetische Chirurgie rund um die Uhr unter 0911-398-7220 oder per E-Mail: mailto:aesthetik@medizinplus.com

In einem ersten Gespräch ermitteln wir Ihre Wünsche und berücksichtigen Ihre individuelle Situation. Erst dann ist eine konkrete Planung möglich. Für ein ausführliches Beratungs-Gespräch erheben wir einen Unkosten-Beitrag von 50 Euro.

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