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Narbenkorrekturen

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Nach Verletzungen und anderen Unfällen wie Verbrennungen können sichtbare Narben entstehen. Auch nach Operationen sind Narben unvermeidlich, jedoch kann durch geeignete Schnitt- und Nahttechnik oft eine möglichst unauffällige Narbenbildung erreicht werden. Wie eine Narbe aussieht, ist dabei einerseits von der persönlichen Veranlagung zur Wundheilung, andererseits auch von der Art der Verletzung abhängig. Zu den beeinflussenden Faktoren zählen die Tiefe der Wunde, die Blutversorgung des Wundgebietes, Dicke und Farbe der Haut sowie der Verlauf der Narbe in Relation zu den Faltlinien der Haut. Saubere, glatte Wundränder, wie sie etwa bei Operationen entstehen, heilen generell leichter als stumpfe, gezackte oder gequetschte Wundränder, wie sie bei stumpfen Verletzungen auftreten können.

Operationsprinzip

Wir bieten verschiedene Verfahren an, mit durchaus unterschiedlicher Zielsetzung: kommt es durch strangförmige Narben zu Einengungen, werden diese zunächst entfernt und die angrenzenden Hautränder in anderer Gestalt wieder miteinander vernäht. Wulstförmige Narben können durch Laser oder Hautabschleifung geglättet werden. Zu den neuesten Verfahren zählen Methoden, bei denen Hautzellen an gesunder Stelle entnommen, aus ihrem Gewebeverbund herausgelöst und mit einer speziellen Sprühapparatur aufgesprüht werden. Diese Methode kann beispielsweise zur Verbesserung von Pigmentstörungen verwendet werden.

Ergebnis

Obwohl Narben generell nicht vollständig entfernt werden können, ist es oft möglich, die Narben deutlich zu verbessern oder gar zu verstecken. Das endgültige Ergebnis der Narbenkorrektur wird dabei von Art, Größe und Verlauf der Narbe, der individuellen Wundheilung sowie von der postoperativen Schonung und geeigneten Narbennachbehandlung bestimmt. Bis das endgültige Ergebnis einer Narbenkorrektur feststeht, kann es allerdings bis zu einem Jahr dauern. Dennoch sind bei richtiger Indikationsstellung und realistischen Erwartungen die allermeisten Patienten mit dem Behandlungsergebnis sehr zufrieden.

Klinikaufenthalt

Sofern zu erwarten ist, dass Sie nach einem größeren Eingriff in Vollnarkose zunächst körperlich etwas eingeschränkt sein werden, sollten Sie nach der Operation ein paar freie Tage einplanen.

Vorbereitung

Sie sollten Ihren Nikotin- und Alkoholkonsum mindestens vier Wochen vor dem Eingriff stark einschränken, um so das Risiko von Wundrandnekrosen zu verringern. In der Woche vor der Operation sollten Sie zudem auf Schmerzmittel (z.B. Aspirin) verzichten, da durch derartige Medikamente die Blutgerinnung verzögert wird. Alkohol und Schlafmittel sollten Sie in dieser Zeit ebenfalls meiden. Nehmen Sie regelmäßig Medikamente ein, so teilen Sie dies bitte Ihrem behandelnden Arzt mit. Die Einnahme hormonhaltiger Medikamente (Pille, Hormonersatzpräparate) ist gegebenenfalls vorübergehend einzustellen.

Die Operation

Narbenkorrekturen können häufig ambulant und in örtlicher Betäubung durchgeführt werden. Lediglich für größere operative Eingriffe in Vollnarkose (z.B. bei Lappenplastiken) muss ein kurzer stationärer Aufenthalt eingeplant werden.

Nach der Operation

Da Art, Ausmaß und Lokalisation der Narbenkorrektur sehr unterschiedlich sein können, sind allgemeingültige Tipps für das Verhalten nach der Operation schwer zu formulieren. Bitte sprechen Sie sich daher mit Ihrem behandelnden Arzt ab.

Risiken

Die Narbenkorrektur zählt zu den sehr komplikationsarmen Operationen. Dennoch gibt es bei jeder Operation allgemeine Risiken, die durch die Operation selbst bedingt sind, und spezifische Komplikationen, die sich aus der Eigenheit des Eingriffs ergeben. So können auch nach einer Narbenkorrektur Blutergüsse und Schwellungen an der behandelten Stelle auftreten - diese heilen jedoch in der Regel von selbst ab. In äußerst seltenen Einzelfällen kann eine Drainage des Blutergusses erforderlich sein. Infektionen des Wundgebietes sind sehr selten.

Was ist nach dem Eingriff zu beachten?

Den nach der Narbenkorrektur angelegten Verband sollten Sie selbstverständlich genau gemäß der Anweisung Ihres behandelnden Arztes tragen. Die Hautnähte werden in der Regel nach einer Woche entfernt. Sogenannte „Narbensalben“ sollten Sie ausschließlich nach Rücksprache mit Ihrem behandelnden Arzt anwenden.

An wen kann ich mich wenden?

Sie erreichen das Zentrum für plastisch-rekonstruktive und ästhetische Chirurgie rund um die Uhr unter 0911-398-7220 oder per E-Mail: mailto:aesthetik@medizinplus.com

In einem ersten Gespräch ermitteln wir Ihre Wünsche und berücksichtigen Ihre individuelle Situation. Erst dann ist eine konkrete Planung möglich. Für ein ausführliches Beratungs-Gespräch erheben wir einen Unkosten-Beitrag von 50 Euro.

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