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Klinik für Neurochirurgie - Klinikum Nürnberg

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Chefarzt: Prof. Dr. Hans-H. Steiner
Telefon: (0911) 398-2318

Klinikpflegedienstleitung: Brigitte Schultheis
Telefon: (0911) 398-5485

Die Neurochirurgische Klinik bietet Ihnen eine moderne und an den aktuellsten Stand der wissenschaftlichen Forschung angepasste Diagnostik und Therapie. Auf diese Weise sind Eingriffe von höchster Präzision in den so hochsensiblen Bereichen wie Gehirn und Rückenmark möglich. Unsere Klinik ist dabei auf minimal-invasive Verfahren wie Stereotaxie, Mikrochirurgie und Neuroendoskopie spezialisiert.

Zu unseren klinischen Schwerpunkten zählen u.a.

Operationen am Gehirn
Neuroonkologie (Behandlung von Hirn- und Rückenmarkstumoren)
Vaskuläre Neurochirurgie (Behandlung von Gefäßmissbildungen des Nervensystems)
Wirbelsäulenchirurgie

Neurotraumatologie (Verletzungen des Schädels und der Wirbelsäule)

Kinderneurochirurgie und Behandlung von Mißbildungen
Hydrozephalus inklusive neuroendoskopischer Verfahren
Schmerzbehandlung
Erkrankungen und Verletzungen des peripheren Nervensystems
Die Neurochirurgische Klinik in Zahlen
Ausstattung / Technische Geräte
Spezialsprechstunden

Neuroonkologie (Behandlung von Hirn- und Rückenmarkstumoren )

Die Behandlung von Hirntumoren zusammen mit anderen Geschwülsten an Rückenmark und peripheren Nerven gehört zu den klinischen Schwerpunkten des Faches Neurochirurgie.

Eine Besonderheit in unserer Klinik ist die Neuronavigation. Ein Verfahren, bei dem mit Hilfe der modernsten Computertechnik komplizierteste Operationen genau geplant werden können und während des Eingriffs ständig eine Neuorientierung des Operateurs über die Situation möglich ist. Hierdurch sind millimetergenaue Operationen (z.B. Tumorentfernungen) möglich die vorher nicht durchführbar waren. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Gefahr neurologischer Ausfälle nach der Operation hierdurch deutlich sinkt.

Durch die modernen bildgebenden Verfahren sind die diagnostischen Befunde in hohem Maß verbessert und die Zuordnung und Abgrenzung des Tumors vom umgebenden, gesunden Gewebe ist immer eindeutiger geworden. Die Entfernung eines Tumors ist für den Patienten dadurch mit geringeren Risiken verknüpft und das Auftreten neurologischer Komplikationen ist weniger wahrscheinlich. Durch den Einsatz mikrochirurgischer Techniken, der computerassistierten Navigation sowie durch Laser- und Ultraschallmethoden sind immer mehr operative Eingriffe auch in kritischen Körperregionen mit wesentlichen Funktionen, wie z. B. den Zentren für die Bewegungssteuerung, möglich.

Die aus der Mikrochirurgie der Hirntumoren nicht mehr wegzudenkenden Navigationsverfahren sind in den letzten Jahren weiter verfeinert worden. Solche computer-assistierten Operationssysteme stützen sich zunächst auf vor der Operation erhobene Bilddaten, die über eine digitale Datenverarbeitung einen Vergleich mit den Befunden während der OP möglich machen. Auf diese Weise kann während des Eingriffes eine exakte Lokalisation des Tumors und eine Optimierung des Zugangsweges erfolgen. Mittlerweile gehört die Neuronavigation bei Operationen am Gehirn zu den wichtigsten technischen Neuerungen dieses Jahrzehnts und wird vermutlich als Standardtechnik in die Therapie der Hirn- und Rückenmarkstumoren Eingang finden.

Ein weiteres Sicherheitselement steht uns mit dem Neuromonitoring zur Verfügung, bei dem während der Operation die Gehirnfunktionen überwacht und so vor einem Schaden bewahrt werden können. Ergänzend dazu sind wir auch auf die endokrine Neurochirurgie spezialisiert, bei der bestimmte Hirntumore operativ durch die Nase, d.h. ohne Schädelöffnung, entfernt werden können.

Vaskuläre Neurochirurgie (Behandlung von Gefäßmissbildungen des Nervensystems )

Weitere wesentliche Aufgaben der Neurochirurgie bestehen in der Behandlung neurovaskulärer Erkrankungen: Zum einen müssen Gefäßmissbildungen operativ ausgeschaltet werden, zum anderen sind pathologische Gefäß-Nervenkontakte, wie bei der Trigeminusneuralgie, häufig nur durch einen operativ-mikrochirurgischen Eingriff zu beseitigen.

In Fällen, bei denen Gefäßmissbildungen auch ohne Operation behandelt werden können (sogenanntes Coiling), kooperieren wir sehr eng mit dem Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie.

Wirbelsäulenchirurgie

Ein großer Anteil neurochirurgischer Behandlungen betrifft die (operative) Therapie intra- und extraspinaler Prozesse. So werden Bandscheibenvorfälle bei uns sowohl konservativ (in Zusammenarbeit mit der Klinik und dem Institut für Physikalische und Rehabilitative Medizin) als auch operativ (percutan oder mikrochirurgisch) behandelt. Die Wirbelsäulenchirurgie kann dabei in allen Wirbelsäulenabschnitten zur Anwendung kommen.

Neben den degenerativen Erkrankungen zählen auch die spinalen Tumore sowie andere, z.B. auch entzündliche Raumforderungen des Spinalkanals oder Rückenmarks, zu unserem Behandlungsspektrum.

Ein weiterer wichtiger Bereich ist die stabilisierende Wirbelsäulenchirurgie (z.B. bei Frakturen oder Tumoren) sowie der Ersatz ganzer Wirbel. Selbstverständlich ist auch eine evtl. erforderliche Nachbehandlung in unserem Hause möglich. 

Kinderneurochirurgie und Behandlung von Missbildungen

Für die Behandlung komplexer Missbildungen an Hirn- und Gesichtsschädel arbeiten wir eng mit den benachbarten Fachdisziplinen, wie z. B. der Mund-, Kiefer- und Plastischen Gesichtschirurgie zusammen. Die enge Nachbarschaft des Zentrums für Neugeborene, Kinder und Jugendliche und der Kinderchirurgie mit eigener Intensivstation ist für unsere kleinen Patienten und ihre Eltern dabei von großem Vorteil.

Schmerzbehandlung

Die operative Schmerztherapie bei chronischen, medikamentös nicht zu beherrschenden Schmerzen, wie zum Beispiel bei Tumorschmerzen oder bei der Trigeminusneuralgie ist ein weiteres Spezialgebiet unserer Klinik.

Die Zusammenarbeit mit allen anderen Fachdisziplinen des Klinikums Nürnberg bietet Ihnen eine größtmögliche Sicherheit. Gerade auch dann, wenn Sie ergänzend zur Neurochirurgischen Klinik durch andere Fachabteilungen mitbehandelt werden müssen. Eine Verlegung in ein anderes Krankenhaus ist nicht erforderlich - und wir halten jederzeit den Kontakt zu Ihnen. So können wir Ihnen für Ihren Aufenthalt von Anfang an eine wirklich umfassende, kompetente und sichere Betreuung garantieren. 

Die Neurochirurgische Klinik in Zahlen

  • 46 Betten
  • 10 Intensivbetten
  • 1.600 Patienten/Jahr
  • 1.350 Operationen/Jahr 
  • 13 Fachärztinnen und Fachärzte
  • 39 Examinierte Krankenschwestern/-pfleger

Ausstattung / Technische Geräte

  • Op-Mikroskop, Laser, Neuronavigation
  • Neuromonitoring, Endoskopie, Stereotaxie
  • Intraoperative Videoüberwachung u.a.

Spezialsprechstunden

  • Neuroonkologie (Tumore)
  • Kinderneurochirurgie
  • Craniofaciale Chirurgie
  • Hypophysentumore
  • Wirbelsäule
  • Neurochirurgische Schmerztherapie
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